Schachspiel bei den Projekttagen 2018Das neue Schuljahr 2018-19 ist gestartet, wobei das zurück liegende Jahr u.a. mit einer so genannten Projektwoche endete - da durften die Schülerinnen und Schüler „endlich“ einmal selbst entscheiden, was sie gerne machen wollen. Die Angebote reichten vom Erlebnisbauernhof über Klettern, Fahrradwerkstatt, Projektchor, Sportevents, Exkursionen, Produktionen von Stop-Motion- oder auch Erklärvideos u.v.m., bis hin zum Schachspiel. Insgesamt 27 Projekte.

Doch, kann hier im eigentlichen Sinn von „Projekten“ gesprochen werden? Oder wird nur eine matt gesetzte Schuljahres-Endwoche ausgespielt.

Schulleiter Wolff, nun offiziell verstärkt durch den neuen Konrektor, Herrn Throm, beging zur Planung und Durchführung dieser vielgestaltigen Woche neue Wege. Tatsächlich gehört es zu einer modernen Didaktik, dass Unterricht das Schuljahr über ebenso projektorientierte Elemente aufweist, aufweisen sollte wie in einer solchen Projektwoche. Neben den unterrichtlichen Kategorien der Fachdisziplin, Fächerverbindungen bzw. Fächerverbünden und nicht zuletzt der Freiarbeit zeichnet sich Projektunterricht eigens durch pädagogisch wertvolle Merkmale des Lehrens und Lernens aus. Diese kommen in den didaktischen Phasen der Projektorientierung zum Ausdruck: Etwa bezüglich der eigenen Initiative bzw. Themenwahl, mit entsprechender Übernahme von Verantwortung, einem selbsttätigen, kooperativen Lernen und der Entwicklung eines eigenen „Produktes“. Dieses muss nicht bloß ein Plakat für eine Präsentation sein, sondern kann auch die Aufführung eines szenischen Spiels oder Theaters sein, ein Film oder Video, eine Schulhaus-, hof-, shirtgestaltung oder die Umsetzung eines Festes, eines (sportlichen) Turniers usw.
SL H. Wolff (li, vorn) und Jugendschachwart W. ApeltDie Ergebnisse der Projekttage an der RS Karlsbad liefern hierzu vielfältige Beispiele, durch sowohl (räumlich) schulische als auch außerschulische Aktivitäten. Themen, die dafür zur Wahl stehen, setzen sich in der Regel aus Ideen bzw. Wünschen der Schüler sowie aus Anregungen von Seiten der Lehrkräfte zusammen, ebenso von Eltern bzw. der an Schule beteiligten. So können unterrichtliche Projekte auch größere Zeiträume einnehmen, jedoch kaum länger als ein halbes Jahr.

Ein Beispiel: Das Schach-Projekt, welches u.a. angeboten wurde, war nach freier Wahl mit 16 Teilnehmer*innen in dieser Woche ausgebucht. Die Kinder und Jugendlichen der Klassen 7 bis 9 spielten, übten und kämpften eigenständig und miteinander  in unterschiedlichen Phasen und Zusammensetzungen: Gelernt wird logisches, aber auch intuitives, kreatives Denken, Konzentration, Ausdauer, genauso wie Respekt zeigen können und Freude am gemeinsamen Spiel. Es galt dabei  u.a. auch, sich für ein Simultan-Turnier am letzten Tag vorzubereiten. Bei einer solchen Turnierform spielen mehrere Spieler nacheinander, jede / jeder am eigenen Brett, gegen einen möglichst starken, herausragenden Gegner. Für eine solche, zugleich motivierende Herausforderung, konnte der Jugendschachwart vom Schachclub Waldbronn gewonnen werden, Werner Apelt. Schachprojekt 2018 03Die Köpfe rauchten, die Spieler*innen gaben alles und Herr Apelt tigerte aufmerksam an diesem Tag, immer zu einem kleinen Plausch über den jeweils folgenden Zug bereit, von Tisch zu Tisch, von Spiel zu Spiel. Und so war es eine große Ehre, dass zuletzt einer der Schüler, Aaron Weinstein (9A), nicht nur ein Unentschieden, sondern gar einen Sieg abringen konnte. Aaron blieb auch bei der internen „Projektmeisterschaft“ (zwei Tage) Sieger bei den 9.klässlern, Sophie Baier setzte sich bei den Mädchen an die Spitze und bei den 7/8.klässlern wurde Nils Enthoefer die Nummer Eins. Wer sich vermehrt für Schach interessiert, ist freilich herzlich beim Schachclub Waldbronn eingeladen (www.schachclub-waldbronn.de).

Text: Dr. Korn

Aktuelle Termine

JP Banner 2